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LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum

LWL-Universitätsklinik sucht schwer übergewichtige Teilnehmer für Studie

Bochum (lwl). Wie fördert impulsives Verhalten Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit)? Welche Vorgänge im Gehirn sind dafür verantwortlich? Diese Fragen erforschen derzeit Wissenschaftler der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums Bochum der Ruhr-Universität Bochum im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie. Dazu suchen sie schwer übergewichtige Studienteilnehmende (Body Mass-Index über 35) mit periodisch auftretenden Essanfällen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren.

Wer wiederkehrende Perioden von Essanfällen kennt, bei denen das Gefühl auftritt, die Kontrolle darüber zu verlieren, was und wieviel man isst, kann Kontakt zu den Forschern aufnehmen. Andere Punkte sind Essanfälle, die mindestens einmal pro Woche auftreten, oder allein essen, weil man sich wegen der großen Nahrungsmengen schämt. Auch Ekel nach Essanfällen oder Schuldgefühle sind Indikatoren.

Auf wen einige dieser Punkte oder sogar alle zutreffen, kann Kontakt aufnehmen. Die Mitwirkung bei der Studie beinhaltet das Ausfüllen von Fragebögen sowie einen Termin in der Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), bei dem anonymisierte Tests am Computer gemacht werden. Bestimmte Daten zum Essverhalten dokumentieren die Teilnehmenden einige Tage lang zuhause. Die Forscher zahlen eine Aufwandsentschädigung von 100 Euro. Alle erhobenen Daten werden streng vertraulich behandelt und anonym ausgewertet.

Übergewicht und Adipositas sind häufig chronische Erkrankungen, bei denen es den Betroffenen trotz hoher Motivation oftmals nicht gelingt, ihr Körpergewicht zu reduzieren. Ursache dafür ist unter anderem impulsives Verhalten und eine Beeinträchtigung in der Verhaltenssteuerung. Inwieweit abweichende Steuerungs- und Regulationsprozesse im Gehirn die Entstehung von Übergewicht und Adipositas begünstigen, soll in der Studie nun genauer untersucht werden.

Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, neue Behandlungsansätze zu entwickeln bzw. etablierte Therapien zu verbessern. Betroffenen werden in der Ambulanz der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie diagnostische und beratende Gespräche angeboten.

Interessierte können sich telefonisch (0234 5077-3230 oder 0234 5077-3222 oder 0178 1471678) und per E-Mail bei Dr. Martina Rustemeier (martina.rustemeier@rub.de), Deborah Banach (deborah.banach@rub.de) oder Jana Gurk (janagurk@web.de) melden. Termine für Diagnostik und Beratung in der Ambulanz nehmen auch Anja Volke und Anja Hubert entgegen (Tel. 0234 5077-3333, Fax 0234 5077-3759).


Pressekontakt:
Rosa Sommer
LWL-Universitätsklinikum Bochum
Tel.: 0179 4645487
E-Mail: rosa.sommer@wkp-lwl.org
und rosa.sommer@t-online.de
Alexandrinenstraße 1-3
44791 Bochum


LWL-Pressestelle
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Fax: 0251 591-4770
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